Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist nicht die erste Organisation, welche es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Interessen des deutschen Buchhandels zu vertreten. Die Vorgängerorganisation, der Börsenverein der Deutschen Buchhändler, wurde im Jahr 1825 in Leipzig gegründet. Diese bestand bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 in ihrer ursprünglichen Form fort.

Die Zeit des geteilten Deutschlands

Dadurch, dass der Verband in der sowjetischen Besatzungszone ansässig war, kam es während der Teilung Deutschlands auch zu einer Art Abspaltung des Börsenvereins der Deutschen Buchhändler von Westdeutschland. Hier, in der britischen und amerikanischen Besatzungszone, wurde im Jahr 1948 stattdessen die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände ins Leben gerufen. Diese Organisation wurde einige Zeit später umbenannt, sodass der neue Titel Börsenverein Deutscher Verleger- und Buchhändlerverbände lautete.

Seinen endgültigen oder zumindest bis heute aktuellen Namen erhielt der Verein schließlich im Jahr 1955, nachdem eine Änderung der Satzung erfolgte. Bis 1972 hatte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels eine persönliche Mitgliedschaft inne, welche jedoch danach in eine institutionelle Mitgliedschaft umgewandelt wurde.

Während dieser Zeit existierte die ursprüngliche Organisation in der sowjetischen Besatzungszone natürlich weiterhin. Diese würde jedoch umbenannt in den Leipziger Börsenverein der Deutschen Buchhändler, um sich von den Alliierten zu differenzieren.

Wiedervereinigung bis zur heutigen Zeit

Nachdem die Wiedervereinigung des deutschen Staates offiziell vollzogen war, schloss sich im Jahr 1991 der Leipziger Börsenverein der Deutschen Buchhändler seinem westlichen Pendant an und wurde schließlich vollends eingegliedert.

Im Jahr 2012 bezog die Organisation ein neues Hauptgebäude in Frankfurt am Main. Heute ist der Verein gegliedert in einen Bundesverband, sowie die Landesverbände der einzelnen Bundesländer. Die wichtigsten Vereinsorgane bilden die Jahresversammlungen der einzelnen Verbände.

Wöchentlich erscheint eine Ausgabe des Vereinsmagazins, welches ausschließlich an die Vereinsmitglieder herausgegeben wird. Der Name des Zeitung ist seit 2002 Börsenblatt – Wochenmagazin für den deutschen Buchhandel, vorher war die Wochenzeitschrift als Börsenblatt für den deutschen Buchhandel bekannt.